Archiv 06/10-01/14
Amazon Affiliate

Im Lounge-Test: Samsung Galaxy Note – ein digitales Notizbuch mit Stift

Ein interessantes Produkt ist das Galaxy Note (GT-N7000). Das ist ein Android 2.3.5 Gingerbread Gerät mit einem großen, hochauflösenden Touchscreen, der nicht nur mit den Fingern bedient werden kann, sondern auch ergänzend mit einem speziellen Stift. Wie ein richtiges Notizbuch. Ich habe mir das Galaxy Note näher angesehen, um herauszufinden, ob es nun ein Smartphone, ein Tablet, ein Geräte irgendwo dazwischen oder doch ausschließlich ein digitales Notizbuch ist …

Beginnen wir gleich beim Bildschirm und der Größe des Geräts. Ein 5.3″ großer Bildschirm ist nicht nur ein wenig größer als der beispielsweise vom Galaxy SII, sondern sehr viel größer. In Zoll klingt das nicht nach viel, real ist es aber doch eine Menge. Zum Vergleich: Das Note ist 146.9 mm “hoch” (SGSII = 125.3 mm, Galaxy Tab 7.7 = 196.7 mm) und 83 mm “breit” (SGSII = 66.1 mm, Tab 7.7 = 133 mm). Dass es trotzdem nicht zu wuchtig wirkt, dafür sorgt die “Dünne” des Geräts mit etwas unter 10 mm. Auf der Waage sind 178 Gramm abzulesen.
Im “Gegenzug” bekommt man einen Touchscreen vom Allerfeinsten. Verwendet wird “HD Super AMOLED” mit einer Auflösung von 1.280 x 800 Pixel. Das macht gewaltige 285 dpi Pixeldichte. Eindrucksvoll und von hoher Darstellungsqualität. Diese Auflösung fordert natürlich einen Kompromiss bei den Apps: Die sind nicht dafür entwickelt und wirken oftmals schon sehr pixelig. Da das Note sicherlich kein Massenprodukt ist und es auch nicht werden wird, muss man damit wohl leben.
Tipp: Durch gleichzeitiges Drücken der Home- und Ein/Aus-Taste kann man Screenshots machen.

Die Eingabe mit dem Stift – die App “S Memo”
Das Galaxy Note lässt sich nicht nur per Touch bedienen, sondern es wird ergänzend ein eigener Stift (mit “Advanced Smart Pen”-Technologie) mitgeliefert, der rechts an der Rückseite im Gehäuse steckt. Deshalb auch die Bezeichnung “digitales Notizbuch”. Dadurch soll eine Zielgruppe angesprochen werden, die den Umgang mit Zettel und Bleistift nicht missen wollen und so mit ihrem geliebten Stift schreiben und zeichnen können.
Der Plastikstift hat einen eigenen Druckknopf, um damit die Steuerung auf dem Touchscreen zu erweitern. Ein Beispiel: Knopf drücken und gleichzeitig von rechts nach links Wischen entspricht der Taste “Zurück”.
Das funktioniert in der Praxis einwandfrei. Nach ein paar Minuten hat man das ganz gut im Griff. Geschrieben und gezeichnet wird in der Standard-App “S Memo”, die ganz einfach zu bedienen ist und ergänzende Möglichkeiten wie beispielsweise das Versenden bzw. Teilen der Notizen bietet.

Ein schneller Dualcore Prozessor und genügend Speicher
Damit auch alles flott abläuft, dafür sorgt ein Dualcore-Prozessor mit einer Taktfrequenz von je 1.4 GHz. Geschwindigkeit pur.
An Speicher gibt’s 1 GB RAM, 16 GB Massenspeicher (davon stehen ca. 11 GB zur Verfügung) und bei Bedarf die Erweiterungsmöglichkeit über microSD. Hier passt eine bis zu 32 GB große Speicherkarte hinein. Macht in Summe in etwa 43 GB Speicher im direkten Zugriff.

Zahlreiche Arten der Kommunikation, GPS-Empfänger und viele Sensoren
Man kann mit dem Galaxy Note selbstverständlich auch telefonieren. Sogar in exzellenter Qualität, da ein eigener “Advanced Voice Prozessor” zur Filterung der Nebengeräusche auf beiden Seiten zum Einsatz kommt. Wenn das Gerät zu groß oder zu schwer sein sollte, dann via Bluetooth oder Kabel-Headset. Die Verbindung ins Internet erfolgt via HSPA+ (mit bis zu 21 Mbps im Download) oder über WLAN a(b/g/n (Dualband 2.4 GHz und 5 GHz). Mit “WiFi Direct” steht die Möglichkeit bereit, sich mit anderen Geräten ohne WLAN-Router direkt zu verbinden – beispielsweise zum direkten Schicken von Medien. Gleiches kann auch via Bluetooth 3.0 erfolgen.
Zum Laden und Synchronisieren steht ein Micro-USB 2.0 Stecker bereit. Am PC meldet sich das Note als MPT-Gerät (für den Media Transfer). Sehr praktisch und in der Praxis tadellos funktionierend: Der Anschluss ist MHL-fähig (die Abkürzung steht für “Mobile High-Definition Link”). Das heißt: Mit einem optionalen Adapter (von Samsung oder Drittanbietern) kann man den Bildschirminhalt via HDMI ausgeben. Allerdings muss der Adapter dabei leider mit Strom versorgt werden, denn sonst bleibt der Bildschirm dunkel.
Ergänzt wird das Angebot durch einen aGPS-Empfänger, einen digitalen Kompass sowie diversen Sensoren (Beschleunigung, Licht, Näherung) und einem Barometer. Wozu ein Barometer? Soll dazu dienen, dass das GPS-Signal schneller gefunden wird.

Multimedial mit Audio, Videos und Fotos
Selbstverständlich kann das Galaxy Note als Multimedia-Gerät verwendet werden. Es steht eine 8 Megapixel-Kamera mit LED-Licht für hochauflösende Fotos und Video-Aufnahmen in 1080p Full HD bereit. Wir kennen sie schon vom Galaxy SII her. Mit dabei sind zudem ein Music Player (mit Unterstützung für FLAC), ein Stereo UKW-Radio mit RDS sowie eine 3.5mm Audiobuchse.
Weil es gleich dazu passt: Für Videotelefonate steht eine 2-Megapixel Frontkamera bereit.

Ein starker Akku mit 2.500 mAh Kapazität
Der große Bildschirm, der schnelle Prozessor und die vielen Möglichkeiten zur Kommunikation benötigen einen leistungsstarken Akku, da Android nicht gerade für seine Sparsamkeit im Umgang mit Energie bekannt ist. Drinnen ist deshalb ein wechselbarer 2.500 mAh Akku, der dafür sorgt, dass dem Galaxy Note nicht zu schnell der Saft ausgeht. Wie man lange man tatsächlich in der Praxis auskommt, das hängt sehr stark von der Intensität der Nutzung ab. Ich schaffte bei meinen Test fast immer einen kompletten Tag bei durchschnittlicher Auslastung. Ging’s intensiver her, dann war auch schon mal nach fünf Stunden der Weg zur Steckdose notwendig.
Was mich persönlich ein wenig stört, das sind die ewig langen Ladezeit bei Samsung Smartphones / Tablets. Das dauert und dauert und dauert … Aber das kenne ich schon vom Galaxy SII her.

Zusammengefasst: Das Galaxy Note ist interessante Mischung aus Smartphone und Tablet und siedelt sich irgendwo zwischen den beiden Geräteklassen ein. Für ein Smartphone zu groß, für ein Tablet zu klein. Aber sicherlich eine Nische, die es zu füllen gilt. Mir taugen vor allem der große Touchscreen, das Schreiben und Zeichnen mit dem Stift, der schneller Prozessor, der erweiterbare Speicher, die halbwegs brauchbare Kamera und die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten. Einen groben Minuspunkt habe ich eigentlich keinen gefunden.
Das Galaxy Note gibt’s im freien Handel zu einem UVP von 699 Euro. Der Straßenpreis liegt aber schon weit, weit darunter. Bei Amazon (Direktlink) beispielsweise.
Hinweis: Das Galaxy Note bekommt im 1. Quartal 2012 ein Update auf Android 4.0 “Ice Cream Sandwich”.

www.samsung.at

Die technischen Daten im Überblick
5.3″ HD Super AMOLED Touchscreen (1.280 x 800 Pixel Auflösung), Dualcore Prozessor mit je 1.4 GHz, 1 GB RAM, 16 GB Massenspeicher, microSD-Steckplatz, 8 Megapixel-Kamera mit LED, 2 Megapixel Frontkamera für Videotelefonate, HSPA+ 21 Mbps, WLAN a/b/g/n mit WiFi Direct, Bluetooth 3.0, 2.500 mAh Akku, Micro-USB 2.0 Host, Beschleunigungssensor, Lichtsensor, Näherungssensor, aGPS-Empfänger, digitaler Kompass, Barometer, Stereo UKW-Radio mit RDS, 3.5mm Audiobuchse, 146.9 x 83 x 9.65 mm, 178 Gramm

 

Mobility Lounge - das Leben digital & real genießen :-)

Eine Antwort auf Im Lounge-Test: Samsung Galaxy Note – ein digitales Notizbuch mit Stift

  • Thomas sagt:

    So ein Pfannkuchen am Ohr zum Telefonieren – Ich befürchte, man macht sich ein wenig lächerlich damit – erinnert mich ein wenig an das Nokia N-Gage Debakel. Alternativ immer mit BT Stöpsel rumlaufen ? Nein Danke.
    Entwickler werden sich auch dreimal überlegen, Stylus-Apps nur für dieses Gerät zu entwickeln.
    Na ja, schaun’mer mal…

Werbung
HEROLD mobile
Amazon Affiliate
Wichtige Hinweise
Warennamen und Markenzeichen werden ohne Gewährleistung einer freien Verwendung benutzt (diese unterliegen den Bestimmungen des jeweils gültigen Kennzeichenrechts und den Besitzrechten der jeweiligen eingetragenen Eigentümer). Allein aufgrund der bloßen Nennung ist nicht der Schluss zu ziehen, dass Markenzeichen nicht durch Rechte Dritter geschützt sind!

Datenschutzerklärung zu WordPress, Google, Facebook, Twitter & Co