Archiv 06/10-01/14
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Im Lounge-Test: Jabra Halo 2 Stereo Bluetooth Headset

Jabra Halo 2 Bluetooth-Stereo-Headset - Foto (C) Jabra

Das Halo 2 ist ein Stereo-Bluetooth-Headset, das schick aussieht und mit einer Fülle an Funktionen überzeugen will. Dazu gehören beispielsweise ein Virtual Surround Sound, Power Bass, zwei Mikrofone, eine Geräuschunterdrückung beim Telefonieren sowie die Fernbedienung am Headset. Klingt theoretisch gut und so habe ich mir das Halo 2 zugelegt und in der Praxis ausgiebig ausprobiert …

Über das Aussehen und die Bedienung
• Das Aussehen eines Geräts ist immer eine subjektive Sache. Ich finde das Halo 2 schick, obgleich die Materialien sicherlich nicht sehr hochwertig sind. Dabei muss man aber auf den fairen Preis blicken. Was mich aber stört: Die Samtpolster ziehen Staub an, das es eine wahre Freude ist.
• Das Gewicht ist mit ca. 80 Gramm angenehm leicht, was dem Tragekomfort positiv beeinflußt. Ich möchte jetzt zwar nicht stundenlang damit Musik hören, aber ein Weilchen halte ich es schon aus. Ich muss aber immer gleich dazusagen, dass jeder Kopf ein Headset anders empfindet. Was für manche sehr angenehm ist, ist vielleicht für andere äußerst unangenehm. Diesen Punkt daher subjektiv sehen und selbst ausprobieren.
• Eine nette Idee ist das Ein/Ausschalten des Geräts durch Klappen des rechten Hörers. Das ist allerdings in der Praxis etwas “lästig”. Ein eigener Ein/Ausschalter wäre dann für einen Halo 3 vielleicht eine gute Anregung. Was ich noch nicht sagen kann, wie lange der Plastik-Klappmechanismus bei täglichem Betrieb hält. Das wird sich im Laufe der Zeit zeigen.
• Das Headset kann drahtlos via Bluetooth oder per – ansteckbarem 3.5mm-Kabel (im Lieferumfang dabei) verwendet werden.
• Die Bedienung fürs Telefonieren – bei Bluetooth-Betrieb – erfolgt ganz einfach über eine Taste am rechten Hörer für Rufannahme / Beenden sowie Wahlwiederholung und Sensoren für die Lautstärke. An die Sensoren gewöhnt man sich nach einiger Zeit. Am Anfang ist es eher eine Suche nach der richtigen Position.
• Beim Musikhören via Bluetooth wird die Taste für Wiedergabe / Pause genutzt und die Sensoren für die Regelung der Lautstärke sowie für den Titelwechsel (zweimal auf “+” tippen springt zum nächsten Titel, zweimal Tippen auf “-” zum vorherigen Titel).
• Es lassen sich gleichzeitig bis zu zwei Bluetooth-Geräte mit dem Headset verbinden. Es wird Bluetooth 3.0 EDR + eSCO genutzt – mit den Protokollen A2DP und AVRCP.
• Eine Tragetasche im Lieferumfang wäre eine feine Sache.

Jabra Halo 2 Bluetooth-Stereo-Headset - Foto (C) Jabra

Über den Klang, die Sprechqualität und den Akku
• Für die drahtlose Audiowiedergabe (nicht beim Telefonieren) wird “AM3D Virtual Surround Sound 2.0″ und “Power Bass” verwendet. Der Klang ist “gewöhnungsbedürftig”, denn es prallen drei “Sachen” aufeinander: Erstens die schon sehr komprimierte Wiedergabe bei Bluetooth mit seinem Grundrauschen. Zweitens der dominante Bass (die Höhen und Mitten klingen detailarm). Und drittens der virtuelle, nicht abschaltbare Virtual Surround Sound (das künstliche Mischen der Stereokanäle, um eine Live-Atmosphäre vorzutäuschen). Das gehört probegehört und ich sicherlich nicht der Geschmack von jedem Ohr. Manche werden es “geil” finden, andere “grauenhaft”.
• Beim Hören mit angestecktem Kabel (am Headset via Micro-USB, am Smartphone via 3.5mm-Klinke)  klingt alles gleich besser. Keine Komprimierung, keine Power Bass und kein Virtual Sourround Sound. Klangliche Wunderdinge sollte man sich allerdings auch hier keine erwarten. Es ist weiter basslastig und die Höhen würden mehr Detail vertragen.
• So nebenbei: Wenn man über Kabel hört, so ist die Fernsteuerung (Taste und Sensoren am rechten Hörer) nicht aktiv. Das funktioniert nur via Bluetooth über das AVRCP-Protokoll.

• Durch Zufall entdeckt: Wenn man das Headset per USB ans Notebook ansteckt, so werden automatisch Gerätetreiber installiert und das Gerät als “USB-Audiogerät” aktiviert. Mit Regelung der Lautstärke über die Sensoren am Headset. Praktisch und nirgends in der Anleitung dokumentiert.
• Beim Telefonieren kommt die “Noise Blackout”-Technologie zusammen mit einem Doppelmikrofon zum Einsatz. In punkto Qualität mit anderen Bluetooth-Headsets vergleichbar. Die Umgebungsgeräusche werden halbwegs gut gefiltert, sind aber oftmals trotzdem noch zu hören. Von beiden Gesprächspartnern.
• Eine Akkuladung sorgt bis zu acht Stunden Spielzeit oder bis zu 13 Tagen Standby-Betrieb. Geladen wird via Micro-USB – ein Netzteil sowie USB-Kabel sind im Lieferumfang enthalten. Die Ladezeit beträgt ca. zwei Stunden. Im Status-Display lassen sich der Verbindungs- und Akku-Status ablesen. Die angegebenen acht Stunden Spielzeit schafft mein Headset nicht. Derzeit sind es so zwischen sechs und sieben Stunden. Aber ich höre auch nicht durchgehend. Somit passt es für mich.

Meine Meinung: Das Halo 2 ist ein tadelloses Bluetooth-Stereo-Headset mit einem basslastigen Klang, einer akzeptablen Qualität beim Telefonieren, einer einfachen Bedienung und vielfältigen Möglichkeiten (Bluetooth, Kabel, USB) zur Übertragung von Audio. Ob des Preises (der UVP liegt bei ca. 100 Euro, der Straßenpreis klar darunter) gibt es allerdings Abstriche bei den verwendeten Materialien.
Für mich in Summe ein schönes Zweitgerät, wenn ich mal unterwegs mit meinem Android-Smartphone drahtlos Audio genießen will. Meine Empfehlung: probieren!

www.jabra.com | via Amazon bestellen

P.S.: Ausprobiert zusammen mit einem HTC One S.

 

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